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Welcome at mellowmash - dem Blog, der Themen recherchiert, die wirklich (nicht) von Bedeutung sind.

Montag, 3. Dezember 2012

Intersuff 2012

1. Europäischer Trinkerkongress in München


Lieber Trinker, liebe Trinkerin,

da wir wissen, daß Sie zu dem kleinen exklusiven Kreis derjenigen gehören, die sich aus dem ganzen Heer namenloser Trunkenbolde zu einem anerkannten Spitzentrinker emporgesoffen haben, laden wir Sie herzlich zum

1. Europäischen Trinkerkongress
am Freitag, 21. Dezember 2012
in München, Messegelände, Halle 5, Theresienhöhe

ein.

Neben unzähligen Probierstanden mit alkoholischen Spezialitäten aus dem In- und Ausland auf der INTERSUFF 2012, wird sicherlich auch die angegliederte 2. Trinker-Zubehör-Messe (TRIZME) Ihre Aufmerksamkeit finden.

Ausser Bierkrügen, Schnapsgläsern und Cognacschwenkern gibt es dort allerlei Nützliches, das das Herz jedes engagierten Trinkers höherschlagen lässt.

Von Kopfschmerztabletten mit Ihren Initialen, Fahnentötern, Führerscheinen im 10er-Block über wasserdichte Unterwäsche und Schwankometer bis hin zu Betten mit Gegenschaukel lässt das Angebot der TRIZME keine Wünsche offen. 

Selbstversndlich bieten Ihnen alle Aussteller auch die Gelegenheit, für sich selbst und Ihre Lieben daheim das eine oder andere Souvenir von der INTERSUFF 2012 zu unschlagbaren Messepreisen zu erwerben. 

Für die Experten unter Ihnen halten unsere Aussteller auch anspruchsvolle Fachliteratur, vertreten durch so bekannte Titel wie "Meine Leber und ich", "Wie sag ich's meiner Leber?" sowie natürlich dem Bestseller "Selber brennen leicht gemacht" von Georgios Metaxa aus Athen, bereit.

Weiterhin findet im "Blauen Salon" eine informative Vortragsreihe statt:

22.00 Uhr:  Dr. Absinth, Chefredakteur der Zeitschrift "VOLL", spricht zum Thema 
                "Saufen ohne kotzen - Ohne Training geht es nicht"

02.00 Uhr   H. Himmelblau referiert über "Das Delirium - kann Alkohol denn Sünde sein?"

06.00 Uhr   Große Abschlußkundgebung mit anschließendem Ex-Trinken. 

Zur Organisation

Parkplätze befinden sich gegenüber dem Eingang.
Berechtigungskarten für die Ausnüchterungszellen gibt es an den Automaten im Eingangsbereich und am Informationsstand.
Eierlikörliebhabern empfehlen wir alternativ den Besuch der PuddingMesse 2012 (PuMe) in Halle 6. 

Durch einheimische Brauereien und Spirituosenhändler aus aller Welt ist die Versorgung der Messebesucher während des gesamtes Messebetriebs geschmackvoll garantiert.

Mit einem feuchtfröhlichen  "Gut Schluck" verabschieden wir uns und freuen uns schon heute, Sie bald auf der INTERSUFF 2012 begrüssen und bewirten zu dürfen. 


Dr. Martini Cinzano & Prof. Aventinus J. Walker 
- Kongreßleitung INTERSUFF 2012 -

(danke an Andy Naglmayr für die Grundidee ;) )

Samstag, 1. Januar 2011

ARTGERECHTE HALTUNG VON MÄNNERN

Artikel 1 - Allgemeine Bestimmungen

Sich einen Mann zu halten ist bei weitem nicht mehr so problemlos wie zu Großmutters Zeiten, und es erhebt sich die Frage, ob sich die Haltung eines Mannes überhaupt noch lohnt. Ein brauchbares Exemplar sollte mindestens zwei der nachfolgend genannten Voraussetzungen erfüllen.

§ 1: Grundlegende Eigenschaften
Abs 1: Er sollte nützlich sein (handwerkliche Fähigkeiten, fleißig im Haushalt und im Bett gut zu gebrauchen)
Abs 2: Er soll herzeigbar sein (d.h. sein Aussehen sollte kein Mitleid erregen)
Abs 3: Obige Punkte können außer Acht gelassen werden, wenn § 2 zutrifft.

§ 2 Er ist reich!

§ 3 Anschaffung
Gehen Sie bei der Auswahl Ihres Männchens sorgfältig vor, und lassen Sie sich genügend Zeit, um sich von seinen tatsächlichen Fähigkeiten zu überzeugen. Bedenken Sie, dass das Männchen stets versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen, danach aber häufig in sein altes Rollenverhalten zurückfällt. Oft offenbaren sich versteckte und offensichtliche Mängel erst später. In der letzten Zeit steigt die Zahl der ausgesetzten Männchen rapide an. Viele Exemplare streunen orientierungslos herum oder suchen Zuflucht bei anderen Frauen. Das Vorliegen der Vorraussetzungen gem. § 3 sollte daher sorgfältig geprüft werden. Empfehlenswert ist die Anschaffung eines bereits ausgebildeten Mannes (siehe auch § 5). So sind zum Beispiel auf dem Second-Hand-Markt oftmals brauchbare Exemplare zu finden. Sie zeichnen sich meist durch eine ausgezeichnete Ausbildung und eine genügsame Lebensweise aus. Aber Vorsicht vor mehrfach gebrauchten Exemplaren. Aufgrund der vielen Pflegestellen neigen sie zu zeitweiligem Gedächtnisverlust und können sich dann weder an ihr Heim noch an ihr Frauchen erinnern.

§ 4 Ernährung
Der Mann ist ein Allesfresser. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollte man ihm neben dem Dosenfutter ab und zu frisches Gemüse oder Salat vorsetzen. Alkohol sollte nicht grundsätzlich verboten werden, da er ihn sich sonst zusammen mit anderen Artgenossen anderweitig beschafft. Für Süßigkeiten gilt im wesentlichen das Gleiche. Vorsicht vor Überfütterung. Bedenken Sie, daß ein fetter Mann schnell unbeweglich wird und damit im Bett und im Haushalt nicht mehr so leistungsfähig ist.

§ 5 Artgerechte Haltung
Was die Unterbringung angeht, so ist der Mann relativ anspruchslos. Im allgemeinen genügen ein Bett und ein Fernseher. Bei Vorhandensein eines Computers kann eventuell auf den Fernseher verzichtet werden. Man sollte ihn nicht den ganzen Tag einsperren, da er sonst depressiv wird, das Essen verweigert und bald eingeht. Für die allgemeine Beweglichkeit und eine regelmäßige Sauerstoffzufuhr hat sich Gartenarbeit bestens bewährt. Außerdem sollte man ihn möglichst einmal täglich ins Freie führen, damit er etwas Auslauf hat. Denken Sie daran, ihn immer an der langen Leine zu lassen.

§ 6 Pflege
Sorgen Sie dafür, daß er sich einmal am Tag wäscht. Um Verletzungen vorzubeugen, sollten die Nägel regelmäßig nachgeschnitten werden. Ein gelegentlicher Haarschnitt ist ebenfalls zu empfehlen. Tauschen Sie getragene Kleidung regelmäßig gegen neue aus.

§ 7 Männerkrankheiten
Der Mann im allgemeinen neigt zu Übertreibungen. Eine Veranlagung zum Hypochonder ist quasi angeboren. Bei Erkältung ist leichte Bettruhe vollkommen ausreichend. Aufrichtiges Bedauern des Erkrankten kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen. Sollte tatsächlich eine ernste Erkrankung vorliegen, empfiehlt es sich, einen Arzt hinzuzuziehen. Manche Männchen neigen zu übermäßigem Haarausfall. Dies beeinträchtigt ihre Leistungsfähigkeit meist nicht und ist daher unbedenklich.

§ 8 Ausbildung
Männer werden schnell handzahm, wenn man sie richtig behandelt. Das Befolgen der wichtigsten Regeln wie "Fuß, Platz, kusch und hol's" beherrschen die meisten bei regelmäßigem Training und einer Belohnung durch Leckerli oder ein paar Streicheleinheiten bereits nach wenigen Tagen. Bei der Ausbildung ist es unerlässlich, die Schwiegermutter mit einzubeziehen und klare Regeln für die Erziehung aufzustellen.

§ 9 Fortpflanzung
Männer sind das ganze Jahr über läufig und verhalten sich auch dementsprechend. Ein in diesem Zusammenhang geäußerter Kinderwunsch ist mit Vorsicht zu genießen, da er oft nur als Mittel zum Zweck dient. Leihen sie sich bei Verwandten oder Bekannten ein paar Kinder aus. So können Sie seine Fähigkeiten als Vater in Ruhe testen.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Vornamen-Führerschein



Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Dachverband für die Reinerhaltung der Deutschen Sprache, der Dudenredaktion und Gesellschaft für Sprachempfinden beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung alle werdenden Eltern vor der Vergabe eines Vornamens einen Führerschein erwerben müssen.

Die Vergabe von Vornamen muss von einer der zugelassenen Stellen genehmigt werden. Genehmigungsstellen sind
-         Stiftung Namenstest 
-    Freiwillige Selbstkontrolle (FSK)
-         Gesellschaft zur Eindämmung von Sprachschändung
-    eine x-beliebige Stammtischrunde (vor dem 5. Bier)
-         Standesbeamte (unter Vorbehalt)
    

Familienangehörige
enge Freunde
Personen die den werdenden Eltern noch einen Gefallen oder Geld schuldig sind
Untergebene im Beruf;
Mitarbeiter von RTL/RTL 2 und der SAT 1 Media-Group 
sind von der Beurteilung des Namens ausdrücklich ausgeschlossen !

Eltern mit einem IQ unter Zimmertemperatur, sowie Personen, die an Sendungen wie Frauentausch, We are family, Familien im Brennpunkt u. ä. teilnehmen, müssen die Namensauswahl qualifizierten Personen überlassen (z. B. dem Pfandflaschensammler im Stadtpark, einem Penner vor’m Bahnhof, Menschen mit Arbeit, der Hebamme oder einem Taxifahrer) und sind nicht mitspracheberechtigt.

Erlaubte Hilfsmittel bei der Namenswahl sind
-         Namenslexika
-         Grabsteine und Todesanzeigen
-         sowie das Telefonbuch.

Erlaubt sind
-         Vornamen aus dem deutschen Kulturkreis, sofern sie nicht gegen Anforderungen aus der Verbotsliste verstossen
-         Begriffe aus den Bereichen Geografie, Auto, Wetter, Naturwissenschaften, Nahrungsmittel und Sport mit bis zu sechs Silben (z. B. Bielefeld, Kartoffel, oder Elfmeter)
-         Numerierungen (z. B. 4), jedoch keine Brüche, auch nicht „Wurzel aus 7“ oder „Tangens@“

Streng verboten sind
-         ausländische Namen, wenn die Eltern sie weder richtig schreiben noch aussprechen können (Eilin, Alischa)
-         Vornamen, die zum Nachnamen so gut passen wie Schokolade zu Sauerkraut (Cheyenne Saalfrank, Thalia Dimpflmoser, Brad Koslowski)
-         Grauenhafte Modenamen (Kevin, Angelina, Jonas-Justin)
-         Schimpfworte (Fickdich-Gerhard Aichholzer, Sackgesicht-Selina Waldvogel))
-         Namen, die dem Kind das Leben final versauen (Rautgundis, Walburga, Wendelin, Theophilus, Egedius)
-         Künstlernamen (Lady Gaga Merkel, Sting Guttenberg)
-         Alliterationen, bei denen das Namenskürzel zu Verwechslungen führen kann: Alina Altmann = AA (Anonyme Alkoholiker), Boris Beierlein = BB (Big Brother), Solveig Schiller = SS (muss wohl nicht erklärt werden)
-         nur das Baujahr (1997)
-         Abkürzungen wie TDI 1.8 oder Full-HD
-         Produktnamen wie Moulinette, I-Pod, Öko-Lavamat


Mittwoch, 20. Oktober 2010

Zensur sucks



 

Die Zensur ist ein Mittel zur Informationskontrolle und Meinungsbildung, das dem § 1 des deutschen Grundgesetzes (Recht auf Meinungsfreiheit) diametral entgegensteht, jedoch oft und gerne zum Nachteil des mündigen Bürgers eingesetzt wird.

Zensiert werden (der Zensur zum Opfer fallen) kann alles, was in der Öffentlichkeit gesprochen, geschrieben, verfilmt oder vertont wird.


Zensur in der Familie
Bereits Kleinkinder machen erste Erfahrungen mit der Zensur, oft bevor sie ohne Hilfe auf's Klo gehen können ("Hör auf, deinem Bruder Sand ins Gesicht zu werfen"). Intensiver greifen die als "Erziehung" getarnten Zensurmassnahmen gegen die freie Meinungsäusserung und die Umsetzung persönlicher Vorstellungen natürlich, wenn Kinder und Jugendliche ernsthaft beginnen, ihre Meinung zu äussern und ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten möchten. Besonders beliebt ist die Formulierung "Solange du deine Füsse unter meinen Tisch stellst, machst du, was ich dir sage". Auflehnung dagegen führt zu vielfältigen Zensurmassnahmen, die von Taschengeldentzug über PC-Verbot, Hausarrest und Kontaktverbot bis hin zu körperlichen Repressalien ("Du fängst dir gleich eine auf's Maul").

Zensur in Schule und Studium
Auch in der Schule üben Lehrer gegenüber ihren Schülern Zensur aus, indem sie Klassenarbeiten benoten und damit einzelne Schüler benachteiligen und im schlimmsten Fall in ihre Lebensplanung extrem behindern. (Eine Fünf in Mathematik kann den Studienwunsch final torpedieren). Besonders im Fach Deutsch kommt die Zensur mit Wucht zum Tragen, wenn ein Schüler nach Meinung seines Lehrers im Aufsatz das „Thema verfehlt“ hat. Wie aus der Formulierung schon ersichtlich wird, liegt es dabei ausschliesslich im Ermessensrahmen des Zensors, darüber zu urteilen, ob die Meinung und Ausdrucksweise des Schülers dem Thema angemessen ist.
Während des Studiums nehmen die Möglichkeiten zur Zensur ungeahnte Ausmaße an, da der Studierende überwiegend nach Hausarbeiten beurteilt wird. Feste Anforderungsstrukturen gibt es selten, daher kann sich der Zensor ungehindert von seinen mangelnden Kenntnissen der Materie, sowie der Sympathie bzw. der Antipathie gegenüber dem Studierenden leiten lassen.


Zensur im Arbeitsleben
Im Arbeitsleben ist der Arbeitgeber der übermächtige Zensor. Schon eine kritische Bemerkung des Arbeitnehmers kann eine fristlose Kündigung und den damit verbundenen Verlust der Arbeit zur Folge haben. Besonders die Forderung nach einem Betriebsrat zieht in den meisten Fällen unmittelbare Sanktionen nach sich. Aber auch die an sich berechtigte Bitte um Urlaub, eine Krankmeldung, die Bitte um Gehaltserhöhung oder ähnliches Fehlverhalten wird vom Arbeitgeber umgehend zensiert und führt nicht selten zur Abmahnung oder ermöglicht dem Arbeitnehmer eine Auszeit von der Erwerbstätigkeit (Hartz IV). 


Zensur in der Kunst
Beliebte Ziele der Zensur in der Kunst sind vor allem Filme, die von einer staatlich eingesetzten Zensurbehörde (FSK) darauf überprüft werden, ob der Bürger die im Film dargestellten Bilder und Informationen sehen sollte. Besonders Gewalt wird als unzumutbar empfunden und entsprechend zensiert (Freigabe erst ab 18 Jahren). Dabei werden heute schon Grundschüler mit Gewaltszenen konfrontiert, die sich ein durchschnittlich motivierter Filmemacher nicht einmal in seinen übelsten Alpträumen ausdenken könnte.
In der Musik werden vor allem Gewalt verherrlichende Texte oder solche mit sexuellen Anspielungen zensiert, da die Menschen mit solchen Themen in der Kunst nicht in Berührung kommen sollen. Vermutlich sind die Zensoren der FSK der Meinung, dass der alltägliche Kontakt mit Sex und Gewalt schon mehr als ausreichend ist. Allerdings berücksichtigen Zensoren nicht, dass auch die Zensur eine Form der Gewalt ist.

Zensur in der Presse
Von der Presse-Zensur sind naturgemäss fast ausschliesslich Medienerzeugnisse betroffen, die nicht massenkompatibel sind. Besonders kleine Fachblätter für informierte und informationswillige Leser (siehe auch www.titanic-magazin.de) landen regelmässig auf dem sogenannten Index und werden wegen humoristischer Titelbilder aus dem Verkehr gezogen, meist weil sich mehr oder weniger prominente Persönlichkeiten blossgestellt oder ertappt fühlen.

Zensur im Internet
Obwohl die Zensur der Idee des Internets als freies Medium kontraproduktiv gegenübersteht, sind natürlich auch hier Zensoren am Werk. Zwar gibt es für die Informations- und Meinungsfreiheitskontrolle im Internet (noch) keine autorisierte Stelle, das heisst aber nicht, dass es nicht genügend Freiwillige gibt, die sich dafür engagieren, dass der User auch im Internet seine Meinung nur noch äussern darf, wenn diese mit der des Zensors konform geht. Zumeist zensieren Internet-User andere User, Webseiten, Foren, Chats oder Blogs nur hobbymässig auf Webseiten, in Foren, Chats oder Blogs, es gibt jedoch auch hoch motivierte Zensoren, die praktisch ihr ganzes Dasein darauf ausrichten, die Meinungsfreiheit im Internet zu unterbinden.

Zensoren
Zensoren gibt es praktisch seit Erfindung der Menschheit. Meist handelt es sich um Personen mit einem ausgeprägten Willen zur Dominanz, die von ihren Mitmenschen augrund ihrer mangelnden sozialen, intelligenten und emotionalen Kompetenz jedoch nicht die Anerkennung bekommen, die sie für sich als angemessen empfinden.
Schon im alten Rom oder im frühzeitlichen Ägypten waren Zensoren ein beliebtes und gerne genutztes Mittel zur Machterhaltung von Staatenlenkern, die nur mit Hilfe der Zensur ihr Volk zur Übernahme der staatlich erwünschten Meinungen überreden konnten.
Auch die katholische Kirche nutzte die Zensur, um ihre Macht zu untermauern, und ungeliebte Bürger - oft im Wortsinn - mundtot zu machen. Als Galileo feststellte, dass die Erde rund ist und sich um die Sonne dreht, wurde er unter Androhung des Todes dazu gezwungen, seine Aussage zu revidieren und sich der Meinung der Kirche ("Die Erde ist eine Scheibe") anzuschliessen.
Es gibt auch heute noch Diktaturen (China, Kuba, Nordkorea), die ihre Existenz auf die Zensur und den Einsatz von Zensoren gründen. Zwar wurde im Jahr 1989 die letzte offizielle westeuropäische Diktatur, die DDR, durch die Auflehnung mehrerer Millionen Bürger gegen die Zensur (IM, Stasi, kein Westfernsehen, Verweigerung der Reisefreiheit) zu Fall gebracht und abgewickelt, dies ist jedoch als Ausnahme zu betrachten. Vermutlich stehen hinter der Auflösung der DDR ganz andere Überlegungen (Staats-Insolvenz) und der Bürgerprotest wurde nur aus Gründen der Medienkompatibilität genannt.
Zensur wird überwiegend dann angewandt, wenn die Meinung eines Menschen die Intelligenz, die Kenntnisse und das Vorstellungsvermögen des Zensors übersteigt.


Wie wehre ich mich gegen Zensur?
Dazu kann nur empfohlen werden: Am besten sehr diskret! Trotz der gesetzlich zugesicherten Meinungsfreiheit führt die Auflehnung gegen Zensur nur äusserst selten zum gewünschten Ergebnis. Vielmehr muss der Zensierte mit unangenehmen Repressalien rechnen, die von Ausgrenzung aus bestimmten Lebensbereichen bis hin zu massiven Drohungen und Angriffen gegen die körperliche Unversehrtheit reichen. Sich gegen Zensur und Zensoren auszusprechen ist nur Erfolg versprechend, wenn man sehr reich und/oder sehr einflussreich ist und sich überdurchschnittlich gute und engagierte Anwälte leisten kann. Ansonsten bleibt dem Zensierten nur die Möglichkeit, sich eigene Gruppen oder Foren zu schaffen, in denen er ungehindert seine Meinung kundtun kann (Stammtisch, Web-Blog, Selbsthilfegruppen).

Fazit
Generell greifen Zensurmassnahmen gegenüber Film-, Musik- und Presseschaffenden in einer Demokratie eher suboptimal. Von den Zensoren unerwünschter Nebeneffekt der Presse-Zensur sind fast immer steigende Auflagenzahlen der betroffenen Zeitschriften, wovon die Blattmacher profitieren. Auch zensierte Filme und Musik-CDs bekommen durch die Zensur ein grösseres Publikum, da sie nötigenfalls "unter der Hand’" weitergegeben werden. An einer Möglichkeit, dies zu verhindern, wird von Seiten der Zensurschaffenden fieberhaft (und herzlich erfolglos) gearbeitet.

Tourette-ABC - Das ultimative Gesellschaftsspiel

 
Was ist das Tourette-ABC




Das Tourette-ABC ist ein relativ neues Gesellschaftsspiel, dessen Spieler-Community wegen der einfachen Regeln, der minimalen Spielvoraussetzungen und seines extrem hohen Unterhaltungsfaktors rasant wächst. Tourette-ABC bietet schon mindestens zwei Mitspielern beste Unterhaltung und jede Menge Vergnügen, kann aber auch mit einer nahezu unbegrenzten Anzahl von Mitspielern ohne jede Vorbereitung jederzeit und überall gespielt werden. Beim Tourette-ABC gibt es nur eine Spielvoraussetzung: ein umfassendes Wortwissen. 

Die Mitspieler nennen abwechselnd je ein Schimpfwort in alphabetischer Reihenfolge, es können Substantive und Verben gleichermassen genannt werden. Gewinner ist, wer in einer oder auch mehreren Runden die meisten Worte nennen kann. Im Prinzip könnte man Tourette-ABC als eine Art verbales Stadt-Land-Fluss bezeichnen. Natürlich kann Tourette-ABC auch online in Chat-Rooms oder per E-Mail gespielt werden. Dabei sollten jedoch Zeitvorgaben festgelegt werden, damit sich die Spieldauer in einem übersichtlichen Zeitrahmen hält. 

Sofern die Mitspieler intellektuell dafür geeignet sind, kann man Tourette-ABC natürlich auch in Fremdsprachen spielen, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Diese Variante wird allerdings nur geübte Spieler bzw. Mitspieler mit ausländischer Muttersprache empfohlen.

Spielvariationen

Generell kann man das Tourette-ABC als freie Version spielen; dabei nennt jeder einfach das Schimpfwort bzw. den Kraftausdruck, der ihm zu dem vorgegebenen Buchstaben zuerst einfällt. Fortgeschrittene bevorzugen natürlich Versionen mit Spielvorgaben, die das Gewinnen erschweren. Spielvorgaben sind Themengebiete, aus denen die Schimpfworte gewählt werden müssen. Dafür empfehlen sich z. B. die Bereiche Naturwissenschaften, Film und Fernsehen, Freundeskreis, Familie, Politik und Nachrichten oder für jüngere Spieler "Die Deppen auf dem Spielplatz/im Kindergarten/in der Schule".

Tourette-ABC für Waldorfschüler

Für Waldorfschüler, Ausdruckstänzer und Pantomimen wurde eine angepasste Spielvariation entwickelt, in der die Schimpfworte nicht gesagt, sondern getanzt werden müssen. Diese Spielform nennt man dann Eurythmic Bashing’’’. Das Spielprinzip bleibt das selbe, allerdings dauern die Spielrunden wesentlich länger.

Beispiele

Der Übersichtlichkeit halber sollen hier nur wenige Spielvariationen vorgestellt werden, die interessierten Spielern einen Einblick in den Spielverlauf vermitteln sollen. Als Beispiele dienen zum einen eine freie Spielversion und die Tiere-Spielversion. 





Freies Spiel Tier-Spiel
Arschgeige Ameisenficker
Botoxopfer Bärenbumser
Charakterbaracke Chamäleonschänder
Drecksack Dinosauerierdildo
Eimer Elefantentampon
Fickfehler Froschfotze
gehirnbefreit Gnubegatter
Hackfresse Hodenhirsch
Intelligenzverweigerer Insektenhirn
Jauchetrinker Jagdspinnenschlecker
Kackbratze Kackvogel
Lahmarsch Lemurenlecker
Missgeburt Madenfresser
Nuttenpreller Nashornbefruchter
Orgasmusfaker Ochsenfroschstecher
Pissnelke Pavianpimmel
Quadratarsch Quallenquäler
Rektalgeburt Regenwurmrosette
Stricher Sackrattenzüchter
Totgeburt Truthahnficker
Uringurgler Urviehfutt
Vollhonk Vogelvorhaut
Wichsgriffel Wachtelwichser
Xanthippe X-trem-Nutztierkopulator
Yetistecher Yakscheisse
Zangengeburt Ziegenzuhälter


Klausismus

Einleitung 
Der Klausismus ist eine neu entdeckte, hochvirulente Form der komplexen Persönlichkeitsstörung, auch bekannt als Aichholzer-Syndrom, nach seinem Auslöser, Klaus Aichholzer (alias der Reutlinger Re-Call-Boy). Der Klausismus (Morbus Aichholzer) existiert ausschließlich im Kreis der Zuschauer der Unterhaltungssendung Big Brother 10 (im folgenden genannt BB 10 oder die Klaus-Show), einem verbrecherischen Machwerk der holländischen Fernsehproduktionsgesellschaft Endemol. Das Ziel von BB 10 ist vermutlich die Ausschaltung intelligenten Lebens in Deutschland und die Show dient der Vorbereitung der Übernahme der Weltherrschaft durch Endemol.  

Als Klausismus bezeichnet man die unangemesse Verehrung einer Lebensform namens Klaus , die im BB 10-Haus täglich ihr wahres Gesicht (siehe Floskeln) zeigt. Aichholzer ist ein semihumanoider Textilverweigerer, der seit Januar 2010 täglich 24 Stunden nur mit Unterhosen (Schlüpper) und Flip-Flops (und montags, wenn Mutti zuguckt Krawatte) im deutschen Fernsehen (Sky Digital-TV) sein Unwesen treibt. Die Mehrheit der Klausianer (d. h. von Klausismus Betroffene) wird jedoch versorgt von dem Prekariatsfernsehsender RTL 2, der täglich von 19.00 bis 20.00 Uhr eine sogenannte Tageszusammenfassung mit den Highlights der letzten 24 Stunden der Klaus-Show ausstrahlt. Klaus, der Vorzeigespießeraus Reutlingen in Schwaben und selbsternannter Meisterstratege, war vor BB 10 bereits bei DSDS und Supertalent einer breiten Masse von Fernsehzuschauern unangenehm aufgefallen, als er halbnackt und talentfrei als Sänger zu agieren versuchte.
Eine weitere Zielgruppe von Körperklaus sind besonders sexuell unausgelastete Damen über 70 Jahren, für die er sich als Call-Boy zur Verfügung stellt. Sein Betätigungsfeld erstreckt sich darüber hinaus auf den Dreh von primitiven Pornofilmen, gerne auch in der Spielzeugabteilung von Supermärkten (Klausland). 


Formen von Klausismus
 

allgemeine Informationen

Der Fachmann unterscheidet vier Formen von Klausismus, die unterschiedlich auf die Persönlichkeit der Betroffenen wirken. Generell bewirkt der Klausismus fortschreitende Bewusstseinsstörungen, Realitätsverlust, Verlust der eigenen Meinung, teilweisen Verlust der Muttersprache und eine erhebliche unangebrachte, aber fanatische Idealisierung des Reutlinger Möchtegern-Manipulators. Damit einher geht eine extrem verachtende Abneigung gegenüber sog. Klaus-Antis. Die Klaus-Antis werden als unfähig zur Wahrnehmung des enormen Vorbild-Potentials des Schlüppergottes und die damit verbundene Ablehnung von Klaus machen sie in den Augen der Klausianer zum ultimativen Feindbild. 
Besonders Typ 3-Klausianer stehen offen zu ihrem Hass gegenüber den Antis, und schrecken weder vor persönlichen Beleidigungen auf niedrigstem Niveau noch vor Androhungen massiver körperlicher Gewalt zurück. Die Auseinandersetzung mit einem Klausanhänger ist relativ sinnlos, da diese, ebenso wie ihr Vorbild (der Krankheitsauslöser) über eine sehr eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit verfügen. Dies stellen sie in diversen Foren im Internet (z. B.: www.BB-unzensiert.de / www.bbfun.de / www.ioff.de) und in einem eigens für sie eingerichteten sog. SMS-Chat (RTL 2, Videotext-Seite 703) rund um die Uhr unter Beweis. Eine weitere Plattform ist das www.bigbrother-radio.de, auf dem sie mittwochs und freitags Nachts zusammen mit der, sich selbst als neutralen BB-Fan bezeichnenden (sich jedoch in jeder Sendung als Klausianer outenden), Moderationsattrappe platte Klaus-Parolen herunter leiern, den Schlüpperträger feiern und über die anderen (Ex-)Bewohner ablästern. 

Typ 1-Klausismus

Den Typ 1-Klausismus findet man überwiegend bei BB 10-Neuzugängen. Darunter versteht man Menschen, die sich erst nach Beginn des "Spiels" (die Klaus-Show) für eine Teilnahme qualifiziert haben und meist bis zu ihrem Einzug in das Haus lediglich oberflächlich in Kontakt mit Klaus (Tageszusammenfassung bei RTL 2) kamen. Sie finden ihn zumeist "cool, offen, straight" und vermuten in ihm einen guten Menschen. Bei Betroffenen des Typ 1-Klausismus kann man fast immer eine Spontanheilung beobachten, oft schon wenige Stunden nach ihrem Einzug in das Haus und dem damit verbunden Realkontakt zu Klaus, sonst überwiegend in den ersten 14 Tagen. Heilungschancen: Sehr gut.

Typ 2-Klausismus

Den Typ 2-Klausismus (auch bekannt als "für Geld tu ich Alles-Syndrom") findet man vor allem bei den von Endemol für die montägliche BB 10-Live-Show teuer bezahlten sog. prominenten Gästen. Hier beginnt die Krankheit montags um 20.15 Uhr und endet im allgemeinen mit einer Spontanheilung beim Verlassen des Studios um 23.15 Uhr, spätestens jedoch bei Scheckübergabe. Es wird vermutet, dass es sich bei Typ 2-Klausismus lediglich um die Vortäuschung des Krankheitsbildes handelt (Simulant). Heilungschancen: Sehr gut.

Typ 3-Klausismus

Der Typ 3-Klausismus ist die meistverbreitete Form dieser Erkrankung. Betroffene erkennt man an einer Kommunikation, die nur noch aus Floskeln des Spermafressers besteht, mit denen sie der Stricher  im Laufe der Klaus-Show überreichlich versorgt. (Siehe hierzu auch gebräuchliche Floskeln.) Diese Parolen werden jedoch lediglich nachgesprochen und niemals hinterfragt. Typ 3-Klausianer erinnern an gut erzogene Hundem da sie jeden Befehl des debilen Selbstdarstellers bedingungslos ausführen.
Klaus entscheidet im Rahmen der Klaus-Show darüber, welcher der nominierten Bewohner das Haus zu verlassen hat. Diese Entscheidung teilt er seinen Fans mit, indem er zu einer Hans genannten Stoffpuppe spricht. Seine Fans halten diese Form der Kommunikation für geheime Hinweise, Antis sehen darin ein sicheres Zeichen für einen schweren mentalen Defekt, der jeden Psychiater in die Umschulung treiben kann. Sie sind generell eher als bildungsresistent einzustufen, verfügen aber über beachtliche Fähigkeiten im Auswendiglernen.  

Das Prinzip der "Klaus-Show" ist bei Big Brother bereits erprobt: Die Mitspieler im Haus nominieren in regelmäßigen Abständen (14 Tage) einen Bewohner, der das Haus verlassen soll. Jeder Mitspieler hat eine Stimme. Die Mitspieler (üblicherweise 2 oder 3), auf die die meisten Nomi-Stimmen entfallen, kommen auf die "Nomi-Liste". Dann dürfen die Zuschauer eine Woche lang per Telefonvoting entscheiden, wer das Haus verlassen soll. Und hier greift dann die geheime Taktik des Schlüpperträgers: Er teilt den seinen Verehrern mit, welche Person ihn am meisten stört (weil sie ihm im Kampf um den Sieg durch ihre Intelligenz oder Beliebtheit gefährlich werden könnte) und seine Fans rufen dann für 50 Eurocent pro Anruf gegen diesen Mitspieler an. Dafür vergeuden sie ihr Taschengeld, klauen aus Muttis Geldbeutel, sammeln Pfandflaschen, nehmen Kredite auf, beleihen Haus und Hof,  verkaufen teilweise ihre Körper und prahlen damit in der Öffentlichkeit.  

Weibliche Klausianer sind häufig fette, unattraktive, sexuell frustierte Frauen, die in Klaus den perfekten Mann für sich sehen, weil er sich vor nix ekelt. Überproportional finden sich unter ihnen auch Frauen jenseits der Menopause, was sich vermutlich auf seinen Beruf als Callboy für Seniorinnen zurückführen lässt. Seine männlichen Fans sind tendenziell unterdrückte Nixkönner mit sehr begrenzten sozialen Bindungen, die davon beeindruckt sind, dass selbst ein Totalversager populär  werden kann. Hintergrund dürfte hier das Prinzip Hoffnung sein: "Wenn der das schafft, schaff' ich das auch". Generell finden sich Klausianer in allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen, genauso wie die Grippe und Geschlechtskrankheiten.
Experten sehen für Typ 3-Klausianer kaum Heilungschancen. Eine Eingliederung in eine Sozialgemeinschaft ist schwierig. Lediglich im Bereich der Bundeswehr könnten sie, körperliche Eignung vorausgesetzt, evtl. integriert werden, da sie sich gerne bedingungslos unterordnen und andere für sich denken lassen. Viele Klausianer träumen auch davon, ihre Mitmenschen zu dominieren und zu unterdrücken, und hätten daher eigentlich gute Aufstiegschancen beim Bund. Dem laufen bedauerlicherweise die Einsparpläne der Bundesregierung (und natürlich die nicht vorhandene soziale und emotionale Intelligenz der Klausianer) entgegen. Heilungschancen: Mittel bis gering. 

Geheilte Ex-Betroffene bieten seit kurzem nach dem Vorbild der Anonymen Alkoholiker eine Selbsthilfe-Plattform im Internet, auf der Klausianer sich gegenseitig bei der Bekämpfung ihrer psychologischen Störung unterstützen können. Dabei bieten die Anonymen Klausianer (www.anonyme-klausianer.de) verschiedene Foren an, in denen gezielt auf die Probleme der Klausianer eingegangen wird. Auch im Big Brother-Radio kann man sich seit Kurzem mit Moderator  über seinen Frust über die immer noch nicht gestartete Weltkarriere des Pornoadmirals und die Hintergründe seines Versagens austauschen.

Typ 4-Klausismus

Typ 4-Klausismus wurde bisher nur einmal nachgewiesen - bei Klaus selbst. Heilungschancen: Keine.

Klausismusresistenz

Klausismusresistenz bezeichnet das Verhalten der sog. Antis. Antis sind intelligente Menschen, die mitten im Leben stehen und selbständig denken können. Sie lehnen die Klaus-Parolen ab, verfügen über die kognitiven Mittel, ihre Einwände zu begründen und stehen tendenziell eher den Bewohnern, die Klaus nominiert, positiv gegenüber und sind skeptisch gegenüber den Klausgehilfen eingestellt, da sie Menschen mit eigener Meinung bevorzugen. Sie sind resistent gegen alle Bekehrungsversuche, Beschimpfungen und Drohungen durch Klausianer, für die Klausismusresistenz als schlimmstmögliche Krankheit überhaupt gilt. 


Klaussprech


Allgemeine Informationen

Als Klaussprech bezeichnet man eine von dem schwäbischen Wichtigtuer entwickelte und verbreitete Kommunikationsform. Klaussprech verfügt durchaus über Ähnlichkeiten zur deutschen Sprache, ist aber durch ihren sehr begrenzten Wortschatz von kaum 150 Wörtern auch für eingefleischte Klausanhänger schnell zu erlernen. Da es sich bei Klaussprech um eine recht junge Sprache handelt, adaptiert sie in Einzelfällen auch für sie nützliche Redewendungen und Wörter von Nicht-Klausianern.
Nachfolgend finden sich einige typische Floskeln, die wichtigsten Wörter sowie einige Beispiele zur Satzbildung. (Anm. d. Autors: Klaussprech wird von Klaus in einem sehr eigenwilligen Idiom (schwäbisch) verbreitet, zum besseren Verständnis werden hier die hochdeutschen Übersetzungen aufgeführt.)

Floskeln

  • er/sie zeigt sein/ihr wahres Gesicht: eine andere Person vetritt eine eigene Meinung, übt Kritik an Klaus (bzw. an seinen Handlangern) oder widerspricht (intolerable Handlung)
  • der pure Hass /Neid (in den Augen): siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • ein Stück weit: dämliche Floskel aus der Politikersprache , die Inhalt und Kompetenz vortäuschen soll
  • da geht noch was: Klaus vermutet, sexuelle Kontakte zu einer Person seiner Wahl könnten möglich sein (Anm. d. A.: stimmt aber nicht)
  • danke Deutschland, danke BB, danke Zuschauer: eine von Klaus nominierte Person wurde rausgevotet(Vorsicht, die Formulierung kann Brechreiz auslösen)
  • das hast du gut gemacht, Klaus: Lob für Angriff auf Mitbewohner, nur verwendet von Klaus für Klaus
  • nicht, dass ich das alles gutheissen liesse: Klaus verurteilt offiziell etwas, dass einer seiner Handlanger gemacht hat, findet die Aktion eigentlich super, steht aber nicht dazu (z. B. Beleidigung eines Mitbewohners oder dessen Verwandtschaft, aber auch körperliche Übergrffe)
  • gesprochenen Menschen kann geholfen werden: unübersetzbar
  • er/sie nutzt seine/ihre Intelligenz nur negativ: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie lästert immer hintenrum: tut Klaus auch, aber bei ihm ist das gerechtigtfertigt (meint er), siehe auch: zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie ist eine Lachnummer: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie zieht eine ganz miese Nummer ab: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie rammt dir ein Messer in den Rücken: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie geht über Leichen: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie ist aggressiv: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie ist gefährlich: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie ist ein Egoist: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie hat mich (oder einen seiner Handlanger) dazu getrieben (ausfallend oder aggressiv zu werden): saudummer Versuch der Rechtfertigung für asoziales Verhalten
  • er/sie will ja nur die Kohle: die Person will gewinnen
  • er/sie ist nicht die hellste Kerze auf der Torte: die Person ist nicht so intelligent wie Klaus
  • er/sie dreht sich alles, wie er/sie es braucht: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie ist eine ganz miese Person: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • er/sie ist futterneidisch: ein Mitspieler isst seine, oft rationierte, Essensportion auf
  • er/sie hat seine gerechte Strafe bekommen: die Person wurde aus dem Haus gewählt, weil Klaus es so wollte
  • ich bin ein Teamplayer: Lob von Klaus für Klaus
  • du bist kein Teamplayer: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • ich bin ein Einzelkämpfer: Lob von Klaus für Klaus
  • er/sie ist ein Einzelkämpfer: siehe zeigt sein wahres Gesicht
  • ich bin ein Vorbild für die Nation: totaler Schwachsinn
  • ich habe eine gute Menschenkenntnis: eklatante Fehleinschätzung, er lebt nach der Devise "liebe mich, oder ich werde dich vernichten"
  • ich bin ein Mensch, wo immer fair ist: sachlich falsch und grammatikalisch bedenklich
  • mir ist nichts peinlich: Traurig, aber wahr.

wichtigste Worte

- falsche Schlange - hinterlistige Schlange - ganz falsche Person - Psycho(-Tante) - Schauspieler - mieser Charakter - Hexe - Hyäne - Versager - Hohlbrot - linke Bazille - linke Bakterie - Lügner - Mitläufer - Fotzenknecht (Timo) - Frauenschläger (Uwe) - Alki (Jenny) - die Zelle (Jenny) - Honk - Kasper - Mobber - linkes Miststück - Hasskappe - Lachnummer - hinterfotzige Person - Lusche - Heuchler - miese Ratte - Egoist - Zecke - ganz gemeiner/schlechter Mensch - Hofnarr
Erklärung: siehe "zeigt sein wahres Gesicht"

Sonderfälle

Wie in jeder richtigen Sprache gibt es auch in Klaussprech einige Sonderfälle, in denen ein Wort oder eine Redewendung mehrere Bedeutungen haben kann, je nachdem, in welchem Zusammenhang die Aussage verwendet wird:

Stratege bzw. eine Strategie fahren

  1. ich fahre eine Strategie / ich bin ein Stratege: Eigenlob von Klaus und den Klausianern
  2. er/sie fährt eine Strategie / er/sie ist ein Stratege: siehe "zeigt sein wahres Gesicht"

Wiederholungsmodus

Besonders wichtig ist in Klaussprech der Wiederholungsmodus. Jede Aussage wird solange wiederholt, bis auch ein Kopfkissen mitsprechen könnte. Dies ist notwendig, da die Klausianer wie bereits erwähnt, nur über beschränkte kognitive Fähigkeiten verfügen. Genauso, wie man einem Kleinkind oder einem Papagei ein Wort immer wieder vor sagt, bis es oder er die Fähigkeit erworben hat, dieses Wort fehlerfrei nachzusprechen und im richtigen Moment einzusetzen, verfährt Klaus auch mit seinen Anhängern. Er wird schon wissen, warum.

Klaus und seine Freunde

Zunächst muss hier erwähnt werden, dass das Wort Freunde in diesem Zusammenhang nicht ganz zutreffend ist. Eigentlich handelt es sich um Personen im Haus, die Klaus positiv gegenüber stehen (Klausianer), von ihm aber lediglich zur Unterstützung seiner Strategie ausgenutzt werden. Richtiger wäre es daher von "Handlangern" zu sprechen. (Zitat: Er/sie ist ein ganz hinterlistiger Charakter, aber ich brauch ihn/sie noch für die Nominierung).

Freunde von Klaus

Es gibt nur fünf offizielle Freunde von Klaus: 

1. die selbsternannte "Muddi" (von Daniela Katzenberger) Iris (43 Tage, bis zu ihrem Auszug aus dem Haus) 
2. die amtierende Meisterin im Flatrate-Labern Aleks (67 Tage, bis zu ihrem Auszug aus dem Haus
3. Oma Anne, "Künstlerin" mit Hang zur Selbstentblössung und zu sehr jungen Männer
4.  "Model" und Nuscheltalent Marc (hat Klaus seine Liebe erklärt, wurde jedoch halbherzig zurückgewiesen)
5.  Hans, die traumatisierte Stoffpuppe, im wahren Leben Cartman aus South Park

In wahren Leben hat Klaus keine Freunde. Die werden schon wissen, warum.

Merkmale von Klaus

Klaus verfügt über eine Menge Eigenschaften, die ihn unverwechselbar und in den Augen seiner Verehrer liebenswert machen. Es wird unterschieden zwischen äusserlichen und charakterlichen Merkmalen.

Äusserliche Merkmale

Er ist 1,89 m groß, hat braune Haare, braune Augen, einen platten Hinterkopf, Plattfüsse in Grösse 47, Hängeschultern, faltige Lederhaut und eine hartnäckig als Drachentattoo bezeichnete Bauernmalerei auf dem Oberkörper, sowie zwei Nippelpiercings. Kurz gesagt: er hat den Charme eines überfahrenen und bereits halbverwesten Billig-Cheese-Burgers.

Charakterliche Merkmale

  1. ist ein Mamasöhnchen (wohnt mit -vorsichtig geschätzten- 43 Jahren noch bei Mutti und hat ihren Namen auf der Innenseite der Unterlippe tattoowiert! Im Unterschichtenfachblatt "Bild" behauptet er zwar, dieses Tattoo wäre zu Ehren von TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink, das darf jedoch bezweifelt werden)
  2. ist eine Heulsuse und der einzigste Trockenheuler der Welt (heult bei jeder Kleinigkeit kamerawirksam ohne eine Träne zu vergiessen)
  3. ist ein manischer Kontrollfrek (versucht im Haus eine Klaus-Diktatur zu errichten)
  4. ist sadistisch (bringt andere gerne zum Weinen oder Ausrasten und geilt sich daran auf)
  5. hat einen Putzfimmel (das einzig Gute an ihm)
  6. ist autoritätshörig (steht vor der BB-Computerstimme und dem Matchmaster stramm)
  7. ist beziehungsunfähig (hatte noch nie eine Beziehung, ausser zu Mutti)
  8. ist tierlieb (lässt aber für BB seinen kranken Hund alleine, der dann auch prompt stirbt; siehe auch: kamerawirksames Trockenheulen)
  9. ist sexbesessen (kommt aber nie zum Schuss, ausser in die eigene Hand)
  10. ist Nacktschläfer (Parole: allzeit bereit)
  11. wichst nachts neben seinen Mitbewohner/innen oder tagsüber auf der Toilette (siehe auch: ist sexbesessen)
  12. frisst sein eigenes Sperma (siehe auch: ist sexbesessen bzw. lehnt Verschwendung ab)
  13. Eigenurintrinker (ohne Worte)
    - ist eine spießige Klemmschwester, die es mit Frauen, Männern und allem dazwischen treibt (weil sein Manager das so will bzw. aus Geldgeilheit)
  14. lehnt Verschwendung von Lebensmitteln ab, frisst daher nicht nur die Reste der Mitbewohner, sondern auch die Reste aus dem Mülleimer (ohne Worte)
  15. frisst, dass sich eine Sau mit Grausen abwendet, wirft nichtsdestotrotz seinen Mitbwohnern Mangel an Manieren vor (ohne Worte)
  16. ist sparsam, wischt seinen Arsch mit dem Kopfkissen einer Mitbewohnerin ab (Toilettenpapier ist teuer!)
  17. ist aggressiv (vorbestraft als Fussball-Hooligan)
  18. ist sportlich (trainiert täglich, schafft aber nicht einen Klimmzug, versagt im Torwandschiessen, beim Bullenreiten und überhaupt bei allen Sport-Matches)

Synonyme für Klaus

König der Vollidioten - Mamasöhnchen - Heulsuse - Memme - Lappen - Lutscher - Egoist - Narziss - Menschenverächter - Misogyn - Pissetrinker - Spermafresser - Pimmelposer - Schwengelschwenker - Körperklaus - Pornoadmiral - Omma-Beglücker - Faltenknaller - Honk - Spacken - Schwachstruller - Trockenheuler - Schwachmat - Pornoproll - Pornohansel - Selbstdarsteller - Callboy - Charakterbaracke - Rektalgeburt - Fickfehler - Schlüpper(träger) - Stricher - charakterliche Totgeburt - Mentalkrüppel - Psychopath - Grabscher - Nacktmull

Synonyme für Freunde von Klaus

 

Iris

 Muddi - die Klausversteherin - Pudel - the devil inside - Schwabbelliese - Couchpotatoe


 

Aleks

Schizo-Braut - Lästerhexe - Labertasche - Hündchen - Balkan-Bambi - Mobbine - Dramaqueen - das arme Mobbingopfer

 

 

Anne

 böse Alte - Lästerhexe - Hausdrachen - Krokodil - Anna Conda - Tüpfelhyäne - Schnarch Vader - rollige Rentnerin - Fast-Food-Furie - Satansbraten - Erdbeermumu - Erdbeermumie - Mumie - Miststück - lebendes Büffet - Strulli - Pissnelke - Schimmelpussy



Marc

 

Herr Schattenberger - Nuschel - Arschkriecher - Hämorrhoide - Tomatenmarc - Vollspacken - Vollhonk - Arschecho - der begnadete Wassersportler - Schnoschno

 

Synonyme für die Klaus-Gruppe

(Diese Gruppe umfasst ausser Klaus nur Anne und Marc)
Muschi, Nuschi und Luschi - die 3 Stooges - die dummdreisten 3 - Trio Infernale - die Klaus-Mafia - der Arsch und die Backen - die rechte und die linke Hand des Teufels (Anne und Marc) - die 3 Dummschwätzer - der Trotteltrupp - das teuflische Dreigestirn - die Freakshow