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Sonntag, 24. Oktober 2010

Vornamen-Führerschein



Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Dachverband für die Reinerhaltung der Deutschen Sprache, der Dudenredaktion und Gesellschaft für Sprachempfinden beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung alle werdenden Eltern vor der Vergabe eines Vornamens einen Führerschein erwerben müssen.

Die Vergabe von Vornamen muss von einer der zugelassenen Stellen genehmigt werden. Genehmigungsstellen sind
-         Stiftung Namenstest 
-    Freiwillige Selbstkontrolle (FSK)
-         Gesellschaft zur Eindämmung von Sprachschändung
-    eine x-beliebige Stammtischrunde (vor dem 5. Bier)
-         Standesbeamte (unter Vorbehalt)
    

Familienangehörige
enge Freunde
Personen die den werdenden Eltern noch einen Gefallen oder Geld schuldig sind
Untergebene im Beruf;
Mitarbeiter von RTL/RTL 2 und der SAT 1 Media-Group 
sind von der Beurteilung des Namens ausdrücklich ausgeschlossen !

Eltern mit einem IQ unter Zimmertemperatur, sowie Personen, die an Sendungen wie Frauentausch, We are family, Familien im Brennpunkt u. ä. teilnehmen, müssen die Namensauswahl qualifizierten Personen überlassen (z. B. dem Pfandflaschensammler im Stadtpark, einem Penner vor’m Bahnhof, Menschen mit Arbeit, der Hebamme oder einem Taxifahrer) und sind nicht mitspracheberechtigt.

Erlaubte Hilfsmittel bei der Namenswahl sind
-         Namenslexika
-         Grabsteine und Todesanzeigen
-         sowie das Telefonbuch.

Erlaubt sind
-         Vornamen aus dem deutschen Kulturkreis, sofern sie nicht gegen Anforderungen aus der Verbotsliste verstossen
-         Begriffe aus den Bereichen Geografie, Auto, Wetter, Naturwissenschaften, Nahrungsmittel und Sport mit bis zu sechs Silben (z. B. Bielefeld, Kartoffel, oder Elfmeter)
-         Numerierungen (z. B. 4), jedoch keine Brüche, auch nicht „Wurzel aus 7“ oder „Tangens@“

Streng verboten sind
-         ausländische Namen, wenn die Eltern sie weder richtig schreiben noch aussprechen können (Eilin, Alischa)
-         Vornamen, die zum Nachnamen so gut passen wie Schokolade zu Sauerkraut (Cheyenne Saalfrank, Thalia Dimpflmoser, Brad Koslowski)
-         Grauenhafte Modenamen (Kevin, Angelina, Jonas-Justin)
-         Schimpfworte (Fickdich-Gerhard Aichholzer, Sackgesicht-Selina Waldvogel))
-         Namen, die dem Kind das Leben final versauen (Rautgundis, Walburga, Wendelin, Theophilus, Egedius)
-         Künstlernamen (Lady Gaga Merkel, Sting Guttenberg)
-         Alliterationen, bei denen das Namenskürzel zu Verwechslungen führen kann: Alina Altmann = AA (Anonyme Alkoholiker), Boris Beierlein = BB (Big Brother), Solveig Schiller = SS (muss wohl nicht erklärt werden)
-         nur das Baujahr (1997)
-         Abkürzungen wie TDI 1.8 oder Full-HD
-         Produktnamen wie Moulinette, I-Pod, Öko-Lavamat


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